Aktuelle historische Bahnen

2016.05.20; Video «Extrazug mit C 5/6 2978 kreuzt ICN-Doppeltraktion bei Schönenwerd»
Am Freitag, 20. Mai 2016, überführte die Stiftung SBB Historic sieben Wagen ihres «1930er-Schnellzugs» von Olten nach Brugg. Als Lokomotive stand die anno 1917 gebaute C 5/6 2978 im Einsatz. Am Folgetag rollten dann alle acht Fahrzeug über die Gottharstrecke bis nach Bellinzona, ergänzt durch die aus dem Jahre 1904 stammende A 3/5 705 sowie einen blauen CIWL-Speisewagen.
Semaphor-Layouter Walter Hunn wollte die freitägliche Überfuhr vom Extrazug 32067 Olten–Brugg nicht verpassen und ging deshalb kurz nach Schönenwerd «in Stellung», «bewaffnet» mit seinem I-Phone – und wartete. Mit rund halbstündiger Verspätung tauchte der Zug dann tatsächlich auf und zog am Semaphor-Filmer vorüber in Richtung Aarau. Optische «Konkurrenz» erhielt die C 5/6 dabei vom im Hintergrund dampfenden Kühlturm des AKW Gösgen (rechts). Wirklich bemerkenswert ist aber das perfekte Timing mit der entgegenkommenden, zweiteiligen ICN-Komposition: Während die ICN-Spitze justament das führende Dampfross kreuzt, zieht der ICN-Schluss genau dann am Betrachter vorbei, wenn das Ende vom Dampfzug den Blick aufs hintere Gleis wieder freigibt! Dramaturgisch besser geht’s Nicht!
Film © Walter Hunn, Text Christian Zellweger

Unterwegs mit Ae 3/6 II 10439 und Be 4/7 12504

 

Für Samstag, 20. September 2014, bot das «Team 10439 Historische Loks Olten» von SBB Historic eine Extrafahrt an. Im Einsatz standen die Loks Ae 3/6 II 10439 und Be 4/7 12504, die Reisezugwagen AB4 2671, AB4 2856, BC4 5043 und C4 8754 sowie der Speisewagen Dr4 25. Start war in Olten, von dort führte die Tour via Oensingen, Solothurn und den (einstigen) Rangierbahnhof Biel nach Lyss. Dort stellte man die zwei Maschinen ans bis anhin hintere Zugsende, worauf sie die fünf Wagen via Kerzers, Murten, Payerne, Palézieux, Lausanne und Cossonay nach Vallorbe brachten.

Nach gut vierstündigem Aufenthalt stand die Rückfahrt auf dem Programm, welche nun aber nicht mehr den Weg über die verträumte einspurige Broye-Linie einschlug, sondern via Cossonay (Änderung der Fahrtrichtung respektive «umfahren» der Wagen), Yverdon, Neuchâtel, Biel, Solothurn und Oensingen nach Olten führte.

Wer nicht im Zug mitreiste sondern ihn auf der Strecke ablichten wollte, musste wettermässig unterschiedlichste Situationen bewältigen: Mal schien eine prächtige milde Herbstsonne, Mal war es bedeckt und dunkel, hie und da regnete es sogar in Strömen. Dank hochwertigen Digitalkameras, welche selbst bei derartigem Wetter, respektive bei 1600 ISO, noch gute Bilder liefern, liess es sich aber «rund um die Uhr» fotografieren.  CZ

 

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20. September 2014, 08.32 Uhr, Zug 30018: Kurz nach dem Bahnhof Brügg überquert die Linie Biel–Bern die Aare auf einer stählernen Fachwerkbrücke. Der Ae 3/6 II 10439 leistet die Be 4/7 12504 Vorspann.

 

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20. September 2014, 08.59 Uhr, Zug 30018: Ab Lyss hat sich die Reihenfolge an der Zugspitze geändert; nun führt die Ae 3/6 II 10439 vor der Be 4/7 12504 – hier streben sie von Bargen in Richtung Kallnach.

 

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20. September 2014, 09.55 Uhr, Zug 30018: Dank der Baumgruppe am rechten Bildrand scheint es so, als bestünde der Schnellzug aus mehr als fünf Wagen. Entstanden ist die Aufnahme kurz nach Dompierre, im Tal der Broye.

 

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20. September 2014, 11.27 Uhr, Zug 30018: In wenigen Augenblicken wird der Extrazug die Haltestelle Palézieux-Village durchfahren.

 

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20. September 2014, 17.20 Uhr, Zug 30071: Von Vallorbe bis Cossonay stand erneut die Ae 3/6 II 10439 an der Spitze, als Zuglok war somit die Be 4/7 12504 tätig – hier zwischen Arnex und La Sarraz.

 

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20. September 2014, 18.06 Uhr, Zug 30075: Bei strömendem Regen passiert der Extrazug den Bahnhof Chavornay und strebt in Richtung Yverdon, Olten.


Fotos Christian Zellweger

 

 

Der 75. Geburtstag vom «Churchill-Pfeil»

Im Mai dieses Jahres warben die SBB für einen Besuch in ihrem berühmten Triebzug RAe 4/8 1021 – und zwar wie folgt:

«Unser 75-jähriges Jubiläum des Roten Doppelpfeils ‹Churchill› feiern wir vermutlich ganz im Sinne des berühmten Namensgeber Sir Winston Churchill mit einer Bar und einem Restaurant am Gleis 51 im Zürich HB. Nach 75 Jahren ist der Zug noch immer im Einsatz, als Charterzug für Firmenevents, private Anlässe und Erlebnisreisen. Alle Informationen finden Sie unter ‹sbb.ch/jubilaeum› oder ‹sbb.ch/charter›».

Genutzt werden konnte das Angebot an den Abenden vom 5. bis zum 9. Mai 2014. CZ

Vertiefte Informationen über das Fahrzeug finden sich in der Semaphor-Ausgabe «Winter 2011» sowie im Buch «Roter Pfeil – Legende auf Schienen», 2010 erschienen im AS-Verlag, Zürich, www.as-verlag.ch

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Mit modernen digitalen Kameras lässt es sich mittlerweile auch in den Abendstunden locker aus der Hand heraus fotografieren – ohne Stativ. Entstanden ist das Bild in Zürich HB, am 8. Mai 2014, um 20.22 Uhr.

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Die Frontverzierung am RAe 4/8 1021 macht deutlich um was es hier geht: Gefeiert wird das 75 Jahr-Jubiläum vom «Churchill-Pfeil». Zürich HB, 8. Mai 2014, 20.30 Uhr.

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Die berühmte «Blaue Stunde» ist bei Fotografen überaus beliebt – sie dauert allerdings deutlich weniger als 60 Minuten …; Zürich HB, 8. Mai 2014, 21.15 Uhr.

Fotos Christian Zellweger

 

 

TEE II im Einsatz unter «ausländischem» Wechsel- und Gleichstrom

Anno 1961 setzten die SBB-Triebzüge vom Typ TEE II neue Massstäbe, funktionierten sie doch unter vier Stromsystemen – eine Weltpremiere! Dergestalt liessen sie sich europaweit einsetzen, vorausgesetzt über der zu befahrenden Strecke hing eine Fahrleitung mit folgendem «Angebot»:

  • Wechselstrom 15000 V / 16,7 Hz
  • Wechselstrom 25000 V / 50 Hz
  • Gleichstrom 1500 V
  • Gleichstrom 3000 V

Von den einst fünf Triebzügen existiert heute lediglich noch der RAe 1053. Gehegt und gepflegt wird das Fahrzeug durch die Stiftung SBB Historic. Allerdings konnte die Komposition seit längerer Zeit lediglich unter dem hierzulande üblichen Stromsystem von 15000 V / 16,7 Hz verkehren.

Weil SBB Historic jedoch höhere Ziele verfolgt als mit dem RAe 1053 «nur» durch die Schweiz zu flitzen (Vmax 160 km/h), stand die Reaktivierung der anderen drei Stromsystemkomponenten ganz oben auf der Prioritätenliste. Eine erste Probefahrt nach Genf zum 1500 Volt-Gleichstromnetz der SNCF erfolgte bereits am 4. Mai 2012, zeigte aber, dass es noch einige Probleme zu lösen galt.

Nun, im vergangenen April war es soweit, und der Zug absolvierte unter allen drei gängigen, ausländischen Stromsystemen Probefahrten – erfolgreiche, notabene!

  • 14. April 2014: Von Basel SBB nach Basel St. Johann mit Wechselstrom 25000 V / 50 Hz
  • 15. April 2014: Von Genève nach La Plaine unter Gleichstrom 1500 V
  • 17. April 2014: in Chiasso Smistamento mit Gleichstrom 3000 V

Die Semaphor-Redaktion war am 14. und 15. April mit dabei – siehe Bilder. CZ

Näher über diese legendäre Triebzug-Generation informiert die Semaphor-Ausgabe «Frühling 2011» sowie das Buch «TEE – Ikone der Luxuszüge», 2003 erschienen im AS-Verlag, Zürich, www.as-verlag.ch

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Olten, 14. April 2014: Die Depottore öffnen sich, hinaus rollt dem eine Probefahrt im Raume Basel bevorstehende TEE II RAe 1053.

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Beobachtet vom SBB Historic-Mitarbeiter Jakob Marti bewegt sich der RAe 1053 am Depottor vorbei ins Freie – hier der sog. «Maschinenwagen»; Olten, 14. April 2014.

 

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Basel/Bâle, 14. April 2014: Erstmals seit vielen Jahren befindet sich der RAe 1053 wieder unter einer für Wechselstrom-Fahrzeuge der SNCF konzipierten Fahrleitung.

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Mit diesen Schaltern lässt sich im 1053er-Führerstand jeweils das richtige Stromsystem, samt dazu passendem Stromabnehmer (einer von vier), aus- und anwählen.

 

 

 

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RAe 1053 am 14. April 2014 im Bahnhof Basel St. Johann: Zwar befindet sich der Triebzug weiterhin auf Schweizer Boden, gespeist wird das Fahrzeug jedoch mit «ausländischen» 25000 Volt und 50 Hertz.

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Lokführer Martin Abt nutzt den Halt in Basel St. Johann, und fotografiert «seinen» RAe 1053 gleich auch selber; 14. April 2014.

 

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Zurück in Basel SBB nutzt der TEE II Gleis 13, welches im Normalfall Güterzügen vorbehalten bleibt – es besteht deshalb weder links noch rechts direkter «Perronkontakt»; 14. April 2014.

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15. April 2014: Russin ist die letzte Station vor dem Grenzbahnhof La Plaine, strömt aber bereits französische Stimmung aus – hier mit dem RAe 1053, welcher mit 1500 Volt Gleichstrom seines Weges zieht.

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Der für das französische 1500 Volt-Gleichstromnetz genutzte Stromabnehmer verfügt über vier(!) Schleifstücke. Sie garantieren dafür, dass dem Fahrzeug auch bei hoher Leistung genügend Strom zufliesst (Genf, 4. Mai 2012).

 

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Typisch für alle Gleichstrom-Fahrleitungen ist, dass sie eine vergleichsweise niedrige Nennspannung aufweisen, und demzufolge grosse Querschnitte benötigen. Hier, in der Steigung bei Russin, werden die 1500 Volt sogar mit zwei Drähten den Triebfahrzeugen zugeführt; 15. April 2014.

 

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Die zwei roten Schlusslampen zeigen auf, dass der RAe 1053 von hinten fotografiert worden ist – er fährt, von La Plaine her kommend, durch die Station Russin in Richtung Genf.

Fotos Christian Zellweger

 

 

«Hinter den sieben Gleisen» – unterwegs mit dem UeBB- CZm 1/2 Nr. 31 im Raume Zürich

Unter dem Titel «Hinter den sieben Gleisen» – in Anspielung an den gleichnamigen Spielfilm aus dem Jahre 1959 – lud die SGEG (Schweizerische Gesellschaft für Eisenbahn-Geschichte) für den 5. April 2014 zu einer «ganztägigen Foto-Dampffahrt über die letzten Industrie-Anschlussgleise der Stadt Zürich» ein. Im Einsatz standen der:

  • Dampftriebwagen CZm 1/2 Nr. 31 der einstigen Uerikon–Baum-Bahn (UeBB). Das 1902 von den SBB in Betrieb genommene und 1906 an die UeBB verkaufte Fahrzeug gehört heute zum Fundus der Stiftung SBB Historic. Betreut wird es durch die Dampfgruppe Zürich
  • Personenwagen BC 4563, Baujahr 1886, aus dem Park des DVZO (Dampfbahn-Verein Zürcher-Oberland).

Befahren, respektive besucht wurden im Laufe des Samstagmorgens:

  • das Werkstattgelände der VBZ (Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich) in Zürich Altstetten
  • das Anschlussgleis der Fa. Swissmill am Limmatquai
  • der riesige Escher-Wyss-Platz mit seinen zahlreichen Tramlinien.

Am Escher-Wyss-Platz wurde auch das Mittagessen eingenommen: Currywurst mit Pommes frites – mit direkt vor dem Lokal «parkiertem» Extrazug! Möglich machte dies ein in die Strasse eingelassenes Rillengleis.

Am Nachmittag wagte sich die vierachsige Komposition (eine Trieb- und drei Laufachsen) sogar auf die Strecke und dampfte in zügiger Fahrt (Vmax 45 km/h) von Zürich Altstetten bergauf via Urdorf nach Birmensdorf ZH. Dort zweigte das betagte Fahrzeugduo ab und befuhr das umfangreiche Netz der Gleis-Genossenschaft Ristet-Bergermoos. Neben den zwei dort im Einsatz stehenden Henschel-Diesellokomotiven wirkte «unser» Dampftriebwägelchen vergleichsweise winzig.

Fotografischer Höhepunkt des Nachmittagsprogramms dürfte aus Sicht des Chronisten aber das Befahren eines idyllisch von Bäumen und Sträuchern gesäumten Streckenabschnitts gewesen sein, notabene ohne Fahrleitung – also wie zu den Zeiten, als der UeBB-Dampftriebwagen munter durchs Zürcher Oberland, von Uerikon via Hinwil nach Bauma, schnaufte … CZ

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Vorbei an modernen (Küchen-)Geschäften schnauft der SGEG Dampfextrazug, geschoben vom CZm 1/2 Nr. 31, an …

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einem Glaspalast der UBS (rechts im Bild)…

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sowie an einer Bushaltestelle vorbei (alle vier Bilder entstanden in Zürich Altstetten).

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Im Gelände der VBZ-Werkstätte (Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich) in Zürich Altstetten passiert der CZm 1/2 31 mit Schrittgeschwindigkeit das örtliche Lager an Rillenschienen.

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Weit führt die Dampffahrt nicht mehr, endet sie doch nach wenigen Metern am Schluss des Normalspurgleises im Asphalt; rechts der VBZ-Dienstmotorwagen Xe 4/4 Nr. 1923, welcher 1982 aus dem «Kurbeli»-Motorwagen Be 4/4 1354 entstanden ist und hauptsächlich im Winter zum Einsatz gelangt – Stichwort «Schneepflug».

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Verschnaufpause für den CZm 1/2 31 in der VBZ-Werkstätte an der Flurstrasse in Zürich Altstetten: Die wenigen Minuten werden vom Personal genutzt um den Führerstand erneut auf Vordermann zu bringen.

 

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Per Dampf unterwegs am Sihlquai: Auf dem Gleis rechts, hinten, ist ein Getreidesilowagen zu erkennen, das hohe Gebäude in Bildmitte gehört der Fa. Swissmill («Die Schweizer Getreidemühle») und wächst derzeit – 5. April 2014 – kräftig in die Höhe.

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Das Tram hat Vortritt! Die Zeit, bis der CZm 1/2 31 auf den Escher-Wyss-Platz vorstossen darf, macht’s möglich, die Situation in Ruhe, und von allen Seiten, fotografisch festzuhalten.

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Mit Dampfkraft über den Escher-Wyss-Platz: Während der CZm 1/2 31 auf normalspurigen Schienen rollt, sind die zwei Gleise links meterspurig und dienen dem Trambetrieb.

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Friedliche Koexistenz alter und neuer «Blechkutschen» auf dem Escher-Wyss-Platz: Welches der hier abgebildeten Fahrzeuge wird wohl am längsten aktiv bleiben? Unsere Hoffnung liegt natürlich auf dem Dampftriebwagen mit Baujahr 1901.

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Vorbei am «Escher-Wyss Kebab»-Stand, und zwar im Schritt-Tempo und mit roter Signalflagge! Deutlich sind hier die Tramschienen (Rillengleise) sichtbar.

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Selbst ans passendes Zuglauf-Schild «Extrafahrt» haben die Organisatoren der Dampfexkursion vom 5. April 2014 gedacht – Chapeau!

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Gruppenbild mit Dampftriebwagen und zwei dreiachsigen Henschel-Diesellokomotiven bei der Gleis-Genossenschaft Ristet-Bergermoos in Birmensdorf ZH:

  • links die orange Em 98 85 5837 862-2 «Vivienne» (Henschel-Fabrik-Nr. 30592, Baujahr 1965)
  • rechts die grüne Em 98 85 5837 900-0 «Marianne» (Henschel-Fabrik-Nr. 31079, Baujahr 1964).

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Gleise ohne Fahrleitung, Bäume (u. a. eine Birke), Büsche und ein Hauch von Einsamkeit: So hat es damals wohl ausgesehen, als der CZm 1/2 31 jahrzehntelang auf der Uerikon–Baum-Bahn verkehrte.

Fotos Christian Zellweger

 

 

 

SBB Historic: Jahresmedienkonferenz

Auf den 20. März 2014 lud die Stiftung SBB Historic zur Jahresmedienkonferenz nach Bern ein. Die wichtigsten der vermittelten Informationen lauten:

  • SBB Historic wird ihre drei derzeitigen Standorte Bern (Hauptsitz am Bollwerk 12), Interlaken (nur Lager) und Zollikofen (nur Lager) neu an einem einzigen Standort zusammen fassen:Voraussichtlich im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgt der Umzug nach Brugg, ins ehemalige SBB-Materiallager.
  • Nicht betroffen von der SBB-Historic-«Züglete» ist das SLM-Archiv: Es bleibt an seinem bisherigen Standort in Winterthur.

1 RBe 540 069 Brugg 17.2.2014

Im Laufe des Jahres 2014 wird SBB Historic hierher umziehen: Das ehemalige SBB-Materiallager bietet eine perfekte Infrastruktur, u. a. einen Gleisanschluss. Am 17. Februar 2014 besuchten das Team von SBB Historic zum ersten Mal seinen zukünftigen Arbeitsplatz – angereist kam es mit dem neu zur Stiftung gehörenden RBe 540 069-2.

 

SBB Historic Brugg

Die Räume des ehemaligen SBB-Materiallagers in Brugg sind perfekt dazu geeignet, das oftmals sehr schwere Archivmaterial – Stichwort «Papier» – zu beherbergen; 17. Februar 2014. Fotos Christian Zellweger

 

Dem «Geschäftsbericht 2013» von SBB Historic lassen sich u. a. folgende Eckdaten entnehmen:

  • «3’000 Laufmeter Dokumente befinden sich in unserem Historischen Archiv» – gegenüber dem Vorjahr sind das 500 mehr
  • «6’000 Plakate umfasst unsere Sammlung»
  • «2016 wird der Gotthard-Basis-Tunnel eröffnet. Für SBB Historic bietet sich die Chance einer ‹Bahnerlebniswelt Gotthard› auf der Bergstrecke»
  • «450’000 Fotos und Dias befinden sich in unserem Bildarchiv»
  • «30’000 Bücher zum Thema ‹Eisenbahn› umfasst unsere Bibliothek».

2013 sind folgende Fahrzeuge neu zu SBB Historic gestossen:

  • Ta 972 «Tintenfisch» (Akkumulatorentraktor)
  • RBe 540 069-2 (ex RBe 4/4 1472)
  • EW I A 50 85 18 33 518-9 (für «Zug 1960»)
  • EW I A 50 85 18 33 528-8 (für «Zug 1960»)
  • EW I A 50 85 18 33 531-2 (für «Zug 1960»)
  • EW II B 50 85 20 34 544-0 (für «Zug 1960»)
  • EW II B 50 85 20 34 616-6 (für «Zug 1960»)
  • EW II B 50 85 20 34 656-2 (für «Zug 1960»)
  • EW II B 50 85 20 34 685-1 (für «Zug 1960»)
  • EW II B 50 85 20 34 690-1 (für «Zug 1960»)

Das Flaggschiff von SBB Historic ist der aus dem Jahre 1961 stammende, vierstromtaugliche RAe 1053. 2012 wurde das Fahrzeug mit der Zugsicherung ETM-S21 (ETCS-Level 1) ausgerüstet. Derzeit macht man sich sogar Gedanken, ihm das Neuste vom Neuen, die Zugsicherung ETCS-Level 2, angedeihen zu lassen. Damit rücken Auslandeinsätze wieder in den Bereich des Möglichen – gemäss ursprünglichem Konzept von 1961: TEE = Trans Europ Express! CZ

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Am 4. Oktober 2013 feierte eine Hochzeitsgesellschaft stilgerecht im RAe 1053. Entstanden ist das Bild während eines Halts im Bahnhof Rotkreuz.

 

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Vierstromtauglicher RAe 1053 von SBB Historic inmitten moderner Schienenfahrzeuge – wie diese soll auch der 1961 in Dienst gestellte Triebzug laufend mit der neusten Zugsicherungsgeneration aus- respektive nachgerüstet werden. Am 4. Oktober 2013 begegnet der zeitlos modern wirkende Oldtimer dem SBB-Regionalpendelzug RABe 521 94 85 0 521 016-1 «Sissach» und der Crossrail-Lokomotive 185 600-4 (zugelassen in Deutschland, der Schweiz und Österreich). Fotos Christian Zellweger

 

Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) rüstet für die kommende Saison

Am Nachmittag des 8. März 2014 fand in Göschenen die Generalversammlung 2014 der SGEG (Schweizerische Gesellschaft für Eisenbahn-Geschichte) statt. Wer Zeit und Lust hatte konnte vorgängig der DFB-Werkstätte in Realp einen Besuch abstatten. Unsere Bilder vermitteln einen Augenschein davon. CZ

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Mächtig türmen sich die Schneemassen auf den im Freien abgestellten Fahrzeugen. Die dreieckige Warntafel weist darauf hin, dass hier mit dem Verkehren von Dampflokmotiven zu rechnen ist – jedenfalls im Sommer!

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Stelldichein dreier Zahnrad-Dampflokomotiven im Halbdunkel der DFB-Werkstätte Realp (von links nach rechts): HG 3/4 Nr. 1 «Furkahorn», HG 2/3 Nr. 6 «Weisshorn» und HG 3/4 Nr. 4; sowie Teile eines demontierten Zahnrad-Triebwerks.

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Bild links: Die den Hintergrund dominierende HG 3/4 Nr. 1 wurde anno 1990 in einer spektakulären Aktion aus Indochina/Vietnam zurück in die Schweiz geholt und wieder betriebsfähig aufgearbeitet. Gut sichtbar ist beim ausgebauten Zahnradtriebwerk eine der zwei seitlichen Bremsen.
Bild rechts: Diese kräftigen Zähne werden, angetrieben durch Dampfkraft, Lok und Wagen über die Steilstrecken der Furka-Bergstrecke bringen; Realp, 8. März 2014.

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Während die HG 3/4 Nr. 9 wieder ihre ursprünglichen Initialen BFD (Brig–Furka–Disentis) trägt, prangen auf …

 

 

 

 

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der Schwesterlok HG 3/4 Nr. 4 diejenigen der Nachfolgegesellschaft Furka–Oberalp (FO). Beide Bilder entstanden am 8. März 2014 in der DFB-Werkstätte Realp. Fotos Christian Zellweger